Berliner Stadtschloss – Marx kämen die Tränen

Veröffentlicht am 13.07.2008 in Kultur

Wie vom Bundestag sogar zweifach beschlossen, soll das in der Nachkriegszeit gesprengte Stadtschloss auf der Berliner Spreeinsel zu großen Teilen originalgetreu rekonstruiert wiederaufgebaut werden. Die ideologisch begründete Ablehnung der Gegner, ist jedoch unverständlich und zu entkräften.

VON LUCAS KOPPEHL

Nun steht es schon seit Längerem fest: Das ehemalige „Berliner Schloss“ soll als Humboldtforum wiederauferstehen, zumindest äußerlich.
Kritiker werfen den Initiatoren des Projekts vor, statt sich mit der DDR-Geschichte auch architektonisch auseinanderzusetzten, mit der ehemaligen Winterresidenz der Hohenzollern ein verschwenderisches „Luxus-Schloss“ im Herzen der Hauptstadt zu errichten. In Zeiten von Hartz IV und Berliner Schuldenmisere würde das Geld an anderen Stellen dringender gebraucht.
Hierbei werden jedoch Tatsachen nichthinzunehmend gegeneinander ausgespielt! Diejenigen, welche nun den „Abriss von DDR-Geschichte“ so höchst erbost kritisieren, sollten sich zur Abwechslung mal ins Gedächtnis rufen, auf welchen Jahrhunderte alten Grundmauern „Erichs Lampenladen“ einst errichtet wurde und welches stark ausgebombte aber noch sanierungsfähige Gebäude im Dezember 1950 aus rein politischen Gründen unter starken Protesten der auch Ost-Berliner-Bevölkerung gesprengt wurde. Die Sprengung des Schlosses damals war eine Machtdemonstration der Ulbricht-Clique, der Abriss des Palastes heute erfolgt aus städtebaulichen wie auch guten kulturpolitischen Gründen.

Visionäres Kulturprojekt

Doch wozu wird dieses Schloss eigentlich gebaut? Weder monarchische Prachtentfaltung noch politischer Revisionismus spielen eine Rolle. Zumal das einzig prächtige, die Fassade nämlich, privat finanziert wird.
Nein, dies ist ein Berliner Projekt, wie es berlinerischer kaum sein könnte! Im Mittelpunkt steht die Kultur: Mit der Unterbringung der außereuropäischen Kunstsammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie der vorhandenen europäischen Kunstschätze der Museumsinsel wird eine Symbiose aus Internationalität und Regionalem geschaffen, die Berlin so stark und anziehend macht. „Sei einzigartig, sei vielfältig, sei Berlin!“ wurde nicht umsonst jüngst zum Gewinner der be Berlin-Kampagne erkoren. Neue Ideen in altem Glanz – eine gute Investition in die Zukunft unserer Stadt.
Neben der Kunstschau wird das zukünftige Humboldtforum aber auch noch durch den Einzug der Berliner Zentral- und Landesbibliothek bereichert, welche die Zugänglichkeit des Schlosses für die Öffentlichkeit noch stärker forciert.
Was könnte es für die Kritiker aus der mehrheitlich ganz linken Fraktion eigentlich Schöneres geben, als ein von damaligen Monarchen zu undemokratischem Herrschen genutztes Schloss nun der ganzen Gesellschaft zugänglich zu machen. Marx kämen die Tränen.

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