Das Bauprojekt auf der Elisabethaue konstruktiv und kritisch begleiten

Veröffentlicht am 02.02.2015 in Stadtentwicklung

Im Dezember 2014 hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das konkrete Interesse geäußert, auf der Elisabethaue neuen Wohnraum für Berlin zu schaffen. 
Die Elisabethaue ist eine Fläche im nordwestlichen Teil von Französisch Buchholz. 
Die Senatsverwaltung sieht dies als wichtiges Projekt zu Realisierung eines preisgünstigen Wohnungsbaus durch städtische Wohnungsbaugesellschaften, da die Elisabethaue eine große Fläche bietet und sich im landeseigenen Besitz befindet.

Nach Bekanntwerden der Bebauungspläne hat die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) einen Antrag zu diesem Thema eingereicht. Dieser steht zwar der Bebauung kritisch gegenüber, sieht jedoch auch die Notwendigkeit des Wohnungsbaus in Berlin und kann die Entscheidung der Senatsverwaltung nachvollziehen, auf diesem Areal preiswerten Wohnungsbau realisieren zu wollen.

Der Antrag sieht u.a folgende Punkte vor, die die Leitplanken der Planung bilden sollen:

1.Entwicklung der Elisabethaue als eigenständiger Stadtteil mit allen Einrichtungen der sozialen Infrastruktur. Dazu gehören mehrere Kindertagesstätten und Bereitstellung von einem neu zu errichtenden Gemeinschaftsschulstandort, der eine den zu erwarteten Bedarfen entsprechende Kapazität aufweist,

2. Herstellung einer durchmischten Nutzung von Wohnen, Einzelhandel, Dienstleistungen und nicht störendem Gewerbe statt Errichtung eines reinen Wohngebietes,

3. Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs für die Gesamtentwicklung sowie als Konkretisierungen für Teilbereiche nach Bedarf, um auf Basis eines städtebaulich anspruchsvollen Gesamtkonzeptes ein Bebauungsplanverfahren durchzuführen, und Herstellung einer städtebaulichen Verbindung, insbesondere zum Ortsteil Französisch-Buchholz

4. Errichtung des Stadtteils auf Basis eines Energiekonzeptes mit dem klaren Ziel des minimalen Energieverbrauchs,

5. Anbindung an den ÖPNV mit einer leistungsstarken, schnellen und vor allem schienengebundenen Erschließung. Hierzu ist vorrangig eine Verbindung der Endhaltestellen der Straßenbahnlinien M 1 und 50 mit einer zentral 

über das Gebiet führenden Verbindungsstrecke herzustellen und zu betreiben,

6. Bereitstellung von ca. einem Drittel der Wohnungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen, z.B. durch Begrenzung der Miete auf die Werte der Wohnkostenrichtlinien der SGB II und XII und/oder Kappung der Miete auf höchstens 30% des nachgewiesenen Netto-Haushaltseinkommens,

7. Errichtung von mindestens 50% barrierearmer Wohnungen, gemäß im Planungsprozess weiter zu qualifizierender Vorgaben,

8. Herstellung eines ausgewogenen Wohnungsschlüssels durch Bereitstellung unterschiedlicher Wohnungsgrößen sowohl in Bezug auf die Zahl der Räume als auch in Bezug auf die Fläche und

9. Realisierung eines Grünflächenanteils an der Gesamtfläche von mindestens 30%.

Der Antrag ist unter dem folgenden Link zu finden: http://www.berlin.de/ba-pankow/bvv-online/vo020.asp…

Der Vorstand der SPD Abteilung Französisch Buchholz, der Bundestagsabgeordnete für Pankow Klaus Mindrup sowie Alex Lubawinski (Mitglied des Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Pankow 2), der Bezirksbürgermeister Matthias Köhne, die Vorsitzende der SPD Fraktion der BVV Rona Tietje, der Verkehrspolitische Sprecher der SPD Fraktion in der BVV Roland Schröder und der Stadtentwicklungspolitische Sprecher Mike Szidat waren am 19. Januar 2015 zu Besuch in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, um sich über die Pläne für die Bebauung der Elisabethaue zu informieren und erste Ideen auszutauschen.

Ein Gespräch mit unserem Bezirksbürgermeister Matthias Köhne über die momentane Situation in Pankow gibt es hier zu lesen:

http://www.tagesspiegel.de/…/interview-mit-p…/11267354.html…

Um auf ein für alle Beteiligten zufriedenstellendes Ergebnis zu kommen, soll der ergebnisoffene Planungsprozess durch ein Werkstattverfahren begleitet werden. Hierbei sollen alle beteiligten Bürgerinnen und Bürger mit einbezogen werden. Es werden dabei Konzepte für die konkrete Ausgestaltung der Infrastruktur sowie der sozialen und kulturellen Einrichtungen diskutiert und entwickelt.

Im Zuge dessen wird die SPD Französisch Buchholz am 15. April 2015 um 19 Uhr eine Dialogveranstaltung im Amtshaus Buchholz durchführen.

Hierzu werden diverse Beteiligte und Betroffene eingeladen. Dazu gehören u.a. der zuständige Staatssekretär aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Engelbert Lütke-Daldrup und sein Planungsteam, Vertreter aus dem Bürgerverein Buchholz u.v.m.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

 

 

Hinweis: Der Antrag der SPD-Fraktion in der BVV wurde nach Erstellung unseres Artikels zurückgezogen, dies ändert jedoch nichts an den weiteren hier aufgeführten Veranstaltungen und Inhalten. Wir halten Sie über die Situation im Bezirks- und Landesparlament auf dem Laufenden.

 

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